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Trauer was ist das?

 

Bedenkt:

"Den eigenen Tod, den stirbt man nur.
Doch mit dem Tod der anderen
muss man leben".


WAS IST TRAUER?

Der Verlust eines geliebten Menschen ist wie ein Erdbeben. Ganz plötzlich und ohne Vorwarnung stürzt alles ein. Es herrscht Chaos. Man steht unter Schock, will es nicht wahrhaben. Der Boden wird einem unter den Füßen weggezogen.
Alles ist anders. Nichts hat mehr Bestand.
Nach der ersten Schockphase (eine Schutzreaktion des Körpers) holt einen die Realität jedoch mit unvermittelter Härte wieder ein. Das Unfassbare wird wahr. Die Emotionen brechen auf. Wut, Verzweiflung, Enttäuschung, Scham, Angst, Sinn- und Hoffnungslosigkeit und vieles mehr. Die Trauerreaktionen sind jedoch so individuell, wie jeder einzelne Mensch.
In unserer Gesellschaft ist jedoch leider wenig Platz für Trauer. Viele meinen, Trauer gehöre "auf den Friedhof". Schon nach kurzer Zeit soll man wieder funktionieren, soll der Alltag wieder eintreten. Man soll wieder so sein wie vorher. Aber das geht nicht. Nichts ist mehr wie vorher und es wird auch nie mehr so sein.
Es verändert sich sehr viel in unserem Leben – oft auch das eigene Umfeld und was uns früher wichtig war, ist plötzlich alles unwichtig geworden.
Es gibt Menschen die meiden uns, als hätten wir eine ansteckende Krankheit. Andere erdrücken einen mit übertriebener Fürsorge und vermeintlich guten Ratschlägen (die manchmal tatsächliche "Schläge" ins Gesicht sein können). Es ist erstaunlich, dass selbst nahestehende Menschen in Gesprächen mit aller Gewalt verhindern wollen, über das tragische Ereignis oder den Verstorbenen zu sprechen.
Die Zeit zum Trauern ist lebenswichtig, aber nur die wenigsten nehmen sich die Zeit oder geben sich selbst die Erlaubnis zum Trauern. Oft sind es auch die äußeren Umstände, die eine normale Trauerreaktion hervorrufen. Unterdrückte Trauer führt jedoch erfahrungsgemäß zu zahlreichen körperlichen und seelischen Krankheiten, manchmal erst viele Jahre später. Deshalb ist es wichtig zu lernen, mit der eigenen Trauer umzugehen und den eigenen Trauerweg zu finden. Einen "richtigen" Weg gibt es nicht, sondern nur den Willen, trotz des schlimmen Verlustes jeden Tag aufs Neue zu beginnen. Man muss lernen, mit dem Verlust zu leben.
Trauer hört nicht auf – sie verändert sich nur. Es gibt Tage, da verblasst sie – und das ist auch gut so. Man braucht auch Zeiten, in denen man ein wenig abschalten und wieder "leben" kann. Es ist auch sehr wichtig, wieder einmal zu lachen und den Blick nach vorne zu richten. Auch nach langer Zeit kann ganz plötzlich wieder die Erinnerung kommen, so nah, als wäre es gerade erst gestern gewesen. Gerade in der ersten Zeit sind es besondere Tage wie Geburtstage, Weihnachten und Neujahr, die uns besonders schwer fallen und uns Trauernde sehr viel Kraft kostet. Wir können es auch nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die feiern und glücklich sind, während doch für uns der Himmel voller Tränen hängt. Aber es ist leider so, denn nicht für alle ist der Himmel eingestürzt, sondern nur für uns Trauernde.
Kinder erleben den Verlust eines nahestehenden Menschen oft ganz anders als die Erwachsenen. Je nach Altersstufe gehen sie sehr unterschiedlich mit dem Verlust um. Ihre Reaktionen verunsichern oder irritieren oft die Erwachsenen, da manchmal der Eindruck entsteht, die Kinder würden gar nicht trauern.
Das gleiche gilt auch für Männer, denn Männer trauern auch anders wie Frauen. Obwohl Männer nicht sehr viel über Trauer sprechen und auch nicht sehr viel von ihren Gefühlen herauslassen, leiden sie aber genauso wie wir Frauen. Kinder und Männer trauern eben anders.


Die verschiedenen Trauerphasen

Trauer ist eine normale Reaktion auf einen schwerwiegenden Verlust oder Schicksalsschlag. Dabei kann es zu einem intensiven und schmerzlichen Trauerprozess kommen, der eine regelrechte "Trauerarbeit" erfordert.
Man liest gerne darüber, darum ausdrücklich hier noch mal: Trauer ist eine normale Reaktion, Trauer ist normal und natürlich, kein Grund sich zu schämen oder sie zu verbergen - und dies ist leider leicht gesagt aber oft schwer getan. Wir haben sterben und Tod weggeschoben, das Ideal ist "gut drauf sein, don´t worry, be happy, ..." und diesem Ideal entspricht der Trauernde nicht. Die Mitmenschen sind oft hilflos, sie wissen einfach nicht was sie den Betroffenen sagen sollen, sie wollen vielleicht helfen aber wissen auch hier nicht wie. Hilflosigkeit ist unangenehm und wird lieber gemieden, und so meiden Freunde und Bekannte vielleicht den Trauernden, um ihrer eigenen Hilflosigkeit zu entgehen.

Trauer ist in verschiedene Phasen einteilbar, wobei hier keine Hierarchie oder zeitliche Reihenfolge festzulegen ist. So verschieden und einzigartig jeder Mensch ist, so ist auch die Trauer bei jedem Menschen unterschiedlich und einzigartig:

Phase 1:
Zuerst will man den Verlust nicht wahrhaben, nur aus einem bösen Traum aufwachen. Man ist wie versteinert.

Phase 2:
Dann kommt es plötzlich zum aufbrechen heftiger Gefühlswallungen: Schmerz, Schuldgefühle, Angst, Wut, Zorn, aber auch quälende Sehnsucht usw. In dieser Phase drohen vermehrt Schlafstörungen, eine besondere Anfälligkeit für Infektionskrankheiten aller Art (z.B. Grippe) sowie unkontrollierte Selbstbehandlungsversuche mit Alkohol, Nikotin, Tabletten usw.

Phase 3:
Schließlich kann der Trauernde an nichts anderes mehr denken, als an seinen schmerzlichen Verlust. Während dieser Zeit zieht er sich zurück und ist mit sich selber und seinem Leid beschäftigt. Doch die Realität holt ihn wieder ein. Der Verlust wird langsam akzeptiert.

Phase 4:
In der letzen Phase bewegt sich der Trauernde wieder auf die Welt und andere Menschen zu. Aber auch das provoziert widersprüchliche Gefühle: Einerseits soll alles offener, intensiver erlebt und gestaltet und nichts soll verpasst werden. Andererseits hat man Angst vor der Zukunft und Furcht, wieder mit Trauer bezahlen zu müssen.


Mit Trauernden umgehen

Die Dauer das Trauerprozesses ist individuell und schwer festlegbar. Selbst das "Trauerjahr" erscheint häufig zu kurz. Auch pflegt der Schmerz nicht zu Beginn, sondern Monate nach dem Verlust am ausgeprägtesten zu sein. Gerade während dieser Zeit aber beginnt die Anteilnahme der Umwelt deutlich zurückzugehen. Der Betroffene wird - offen oder heimlich - aufgefordert, endlich wieder zur Tagesordnung zurückzukehren. Dabei können die einzelnen Trauerphasen erneut aufbrechen, wenngleich kürzer.


Leitgedanken zur Trauer

--- Trauer ist eine ganz natürliche Antwort auf einen Verlust.
--- Trauern zu können ist eine Stärke, keine Schwäche.
--- Trauer zu spüren, heißt mit seinem Innersten in Kontakt zu sein, lebendig zu sein.
--- Es führt im Leben kein Weg an der Trauer vorbei, sondern nur hindurch. Trauer kann man nicht "loswerden". Sie wartet immer darauf, durchgangen zu werden.
--- Trauer erfaßt den Menschen in seinem ganzen Wesen. Sie betrifft nicht nur die Seele, auch der Körper weint.
--- Trauer ist keine Krankheit und deshalb mit medizinischen Mitteln auch nicht zu behandeln. Verzögerte oder chronische Trauer aber kann krank machen.
--- Der Trauerprozeß bedeutet häufig ein Chaos an Gefühlen: Angst, Wut, Haß, Ohnmacht, Schuldgefühle, Liebe...
--- Trauer braucht Zeit. Aber: Zeit allein heilt keine Wunden.
--- Trauer braucht Menschen, bzw. eine Gemeinschaft. Trauer im einsamen Kämmerlein macht krank.
--- Trauer braucht Mittel und Wege des Ausdrucks, um ins Fließen zu kommen. Beispiele: Rituale und Materialien, die zum schöpferischen Tun anregen.
--- Trauern wirkt heilend. Trauer hat enorme Lebensenergie, in ihr liegen größte Chancen zur Wandlung und Reifung menschlicher Entwicklung.
--- Trauerbegleiter müssen die eigene Trauer kennen.

Die Trauer darf nicht verhindert werden

Die BEHANDLUNG des Trauerprozesses ist schwieriger, als es sich die meisten vorstellen. Auf jeden Fall soll man nicht versuchen, dem Trauernden die Trauer zu nehmen. Besonders bei Betroffenen in jungen Jahren, aber auch vor allem im höheren Lebensalter darf man nicht die eigenen Maßstäbe anlegen. Trauernde werden von ihrer Umgebung nach einer Zeit der Schonung schließlich als belastend empfunden. Deshalb sollen sie nach Ansicht der anderen ihren Schicksalsschlag möglichst bald überwinden. Trauernde müssen aber ihre Gefühle zeigen dürfen.
Falsche Ratschläge!
Falsche Ratschläge ("gönnen Sie sich mal wieder ein Vergnügen"), nutzlose Appelle ("Sie müssen sich einfach mehr zusammennehmen"), leere Redensarten ("glücklicherweise ist sonst nichts passiert") usw. sind keine Hilfe und erschweren die Trauerarbeit.

Richtig trösten kann man lernen.
VORSICHT: Nicht oberflächlich trösten oder den Verlust herunterspielen, sondern eher still-verständnisvoll mitleiden. Anwesenheit und stumme Zuwendung bedeuten mehr als Worte. Der wichtigste Faktor ist Geduld auf lange Sicht! Vorsicht ist auch an Wochenenden, Feiertagen und Jahrestagen angebracht (Einsamkeit, Rückblick, Erinnerung). Kleine Aufmerksamkeiten signalisieren Verbundenheit in der Not und spenden mehr Trost, als man gemeinhin erwartet: Postkarte, Anruf, kurzer Besuch. Entsprechende Bücher oder der Kontakt mit Menschen, die ihren Trauerprozess gerade erfolgreich abschließen konnten, sind oftmals hilfreich.

Ratschläge eines Sterbenden für seinen Begleiter

--- Laß mich in den letzten Stunden meines Lebens nicht allein.
--- Bleibe bei mir, wenn mich Zorn, Angst, Traurigkeit und Verzweiflung heimsuchen und hilf mir, zum Frieden hindurchzugelangen.
--- Denk nicht, wenn du ratlos an meinem Bett sitzt, daß ich tot sei. Ich höre alles, was du sagst, auch wenn meine Augen gebrochen scheinen. Darum sage jetzt nicht irgend etwas, sondern das Richtige.
--- Das Richtige wäre, mir etwas zu sagen, was es mir nicht schwerer, sondern leichter macht, mich zu trennen. So vieles, fast alles, ist jetzt nicht mehr wichtig.
--- Ich höre, obwohl ich schweigen muß und nun auch schweigen will. Halte meine Hand. Ich will es mit der Hand sagen. Wische mir den Schweiß von der Stirn. Streiche mir die Decke glatt. Wenn nur noch Zeichen sprechen können, so laß sie sprechen.
--- Dann wird auch das Wort zum Zeichen. Und ich wünsche mir, daß du beten kannst. Klage nicht an, es gibt keinen Grund. Sage Dank.
--- Du sollst von mir wissen, daß ich der Auferstehung näher bin als du selbst.
--- Laß mein Sterben dein Gewinn sein. Lebe dein Leben fortan etwas bewußter. Es wird schöner, reifer und tiefer, inniger und freudiger sein, als es zuvor war, vor meiner letzten Stunde, die meine erste ist.

Medikamente nur vorsichtig einsetzen.Mit medikamentöser Unterstützung soll man bei Trauerprozessen zurückhaltend sein. Sinnvoller ist eine langfristige und tröstende Verfügbarkeit, ggf. eine psychotherapeutische Betreuung. Falls Medikamente nötig sind, sollten sie nur kurzfristig verabreicht werden (z.B. Schlafmittel). Vorsicht ist vor der unkritischen Gabe von Beruhigungsmitteln angebracht. Sie können zwar gefühlsmäßig distanzieren, dämpfen jedoch die Betroffenheit. Dadurch stören sie den Trauerprozess und können ihn verlängern.

 

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Hallo,

mein Name ist Michael und ich bin der Trösterteddy von  Fam. Sonne. Mehr über meine Familie erfährst Du unter
www.sonnenteddy-gewinn-tour.info.ms. So viel sei Verraten: Es geht darum, wessen Teddy die größte Reise schafft. Darum klick mich an und nimm´mich mit auf deine Homepage -  so reise ich quer durch die Welt, von Land zu Land und von Homepage zu Homepage und treffe viele Leute wie dich.

Mein Motto:

" Ich bringe den Trauernden Trost und die Zuversicht, das die Vorausgegangenen an uns denken - wie wir an sie denken. Das Band der Liebe kann der Tod nicht löschen. "

Was zu wenig bekannt ist: Das ungeborene Kind erreicht zwischen der 21. - 24. Schwangerschaftswoche - also während des 6. Schwangerschaftsmonats - ein Gewicht von ca. 500g - 800g. Als Fehlgeburt (Abort) bezeichnet man totgeborene Babys unter 500 g, es wird dann noch einmal unterschieden in frühe Fehlgeburt (bis zur 12. SSW) und späte Fehlgeburt (bis zur 25. SSW).
Wenn Ihr Kind weniger als 500 g (in manchen Bundesländern weniger als 1000 g) auf die Waage bringt, gilt dieses ihr Kind als "nicht bestattungspflichtiges Kind", d.h. die Klinik hat  grundsätzlich die gesetzlich geregelte freie Wahl, ob ihr Kind für Transplantationen, zur Forschung verwendet oder an die Industrie verkauft oder zusammen mit dem klinischen Organabfall entsorgt wird, d.h. in der Regel: Verbrennung in einer Müllverbrennungsanlage. Diese Rechte inkl. dem Bestattungsrecht sind Bundesländersache. Zunehmen häufiger erbitten Eltern, ihr nicht bestattungspflichtiges Kind bestatten dürfen. Diesem Wunsch entsprechend verändern zunehmend mehr Kliniken ihr Verhalten dem nicht bestattungspflichten Kind gegenüber und bieten von sich aus zB eine Sammelbestattung für "nicht bestattungspflichtige Kinder" an. In den meisten Bundesländern gibt zwar noch keine entsprechenden Gesetze, sondern nur Empfehlungen der zuständigen Gremien. Klären Sie daher vor dem Tod ihres Kindes für sich, welchen Weg Sie für sich und ihr Kind gehen wollen! Wertvolle weitere Hinweise finden Sie auf www.sonnenstrahl.org
(u.a. den Muttersegen für Schwangere, eine Sammlung von Grabfeldern für nicht bestattungspflichtige Kinder oder Informationen zu einer weltweiten Trauerstunde für Angehörige von verstorbenen Kinder - egal, wie alt das Kind geworden ist - alle Jahre wieder im Dezember!) 

 

In jedem Fall raten wir zur Zusammenarbeit mit dem gut ausgebildeten Fachleuten ihres Vertrauens:

www.docanddoc.at  - erste Vertretungsbörse für Ärzte im Internet

Österreich: www.beratungstellen.at   www.bestHELP.at   www.bestMED.at  www.coaching.cc    www.ergotherapeuten.at  www.kunsttherapie.at  www.lebensberatung.at  www.logopaeden.at  www.mediation.info   
www.musiktherapie.at  www.physiotherapie.at  www.politiker.at   www.psychologen.at   www.psyonline.at   www.selbsthilfe.at   
www.supervision.at   www.training.at 

 

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